Unsere Geschichten
Julia
Mein Name ist Julia, ich bin 44 Jahre jung, bin seit 18 Jahren verheiratet und habe 4 wundervolle Kinder. In meinen Teenagerjahren hatte ich massive Essstörungen entwickelt, die mich in meinem Leben sehr eingeschränkt hatten, und ich fühlte mich in mir selbst gefangen. Mein Tagesablauf richtete sich nach dem, was ich wann esse, um es dann wieder möglichst heimlich „loszuwerden“. Noch dazu war ich getrieben exzessiv Sport zu machen und bin oft noch in der Nacht aufgestanden, um im Haus die Stiegen rauf und runter zu laufen. Ich besuchte eine Psychotherapie und trotzdem schaffte ich es nicht, den Kreislauf zu durchbrechen. Nach der Matura habe ich mich entschieden auf Reisen zu gehen, um Abstand von zuhause zu bekommen. Ich durchquerte Australien, Neuseeland und schließlich Indien mit dem Rucksack. Ich versuchte von mir und meinen Problemen davonzulaufen. Nach 2 Jahren Reisen bemerkte ich, dass ich von mir selbst nicht flüchten kann.
Auf meiner Reise nach Indien, wo ich allein als 21-jähriges Mädchen quer durch das Land in abgeschiedene Dörfer fuhr, auf der Suche nach Antworten für den Sinn des Lebens, spürte ich einen übernatürlichen Schutz. In den 8 Monaten, wo ich sehr unvorsichtig gereist bin, wurde ich weder krank, noch wurde mir etwas gestohlen oder angetan. Dies verwunderte mich sehr, da ich viele Reisende traf, die mir schreckliche Ereignisse berichteten. Noch dazu wurde ich von Menschen in Indien eingeladen, wie ich dann später rausfand, handelte es sich um Christen, die von Hinduisten verfolgt wurden, um für sie zu beten, da sie annahmen, dass jeder, der weiß ist, an Jesus Christus glaubt. Alles, was ich in Indien erlebte, brachte mich dazu, meinen Glauben zu hinterfragen.
Als ich von Indien nach Hause kam, lud mich meine Schwester, die mittlerweile in Wien wohnte, zu sich ein. Sie wurde in der Zeit, als ich in Indien war, gläubig und erlebte, wie Jesus sie von ihrer Drogensucht komplett heilte. Ich besuchte mit ihr die Gottesdienste in ihrer freichristlichen Gemeinde und fand heraus, dass meine Schwester und ihre gläubigen FreundInnen alle für mich gebeten haben, als ich durch Indien gereist bin. Meine Schwester schenkte mir eine Bibel und ich begann diese zu lesen. Ich kam zu der Bibelstelle in Johannes 8,31 wo Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Diese Worte fielen so tief in mein Herz und ich wusste, es gibt jemanden, der mich aus meinem „Gefängnis“ befreien kann, jemand der meine Schuld bezahlt hat, damit ich alles ablegen und ein neues Leben beginnen und in dessen Gnade und Liebe ich heil werden kann – Jesus Christus.
Ich nahm Jesus als meinen Erlöser an und erlebte, wie die Beziehung mit ihm, seine Vergebung und Liebe, mein Herz so ausfüllten, dass ich vergeben konnte, meine Essstörungen die Macht über mich verloren und aus meinem Leben für immer verschwanden.
Ich bin davon überzeugt, dass das, was Jesus für mich getan hat, er auch für andere tun möchte, daher kam die Idee, eine Selbsthilfegruppe zu starten. Seine Liebe für uns ist so unendlich groß und mehr noch als ich mir für jeden wünsche, echte Freiheit von Essstörungen zu erleben, ist dies sein Herzensanliegen für jeden Einzelnen. Er möchte unsere Wunden verbinden und Heilung schenken.
Alles Liebe, Julia
Sunet
Hallo, mein Name ist Sunet und ich komme ursprünglich aus Bronkhorstspruit, Südafrika. Meine Reise mit einer Essstörung begann, als ich 18 war. Obwohl ich als Christin aufgewachsen bin, war es über viele Jahre meine größte Priorität, sicherzustellen, dass ich nicht „fett“ war (nach den Normen der Welt). Ich glaubte, dass Attraktivität und die Komplimente anderer die Leere in mir füllen würden. Das wurde zu meinem „High“. Dieser Kampf begann 2011 und setzte sich fort, bis wir nach Österreich zogen – dort begann Gott, mein Herz zu verändern. 2021 entdeckte ich das Arbeitsbuch The Gift of Self-Love von Mary Jelkovsky, und es half mir zu erkennen, wie wichtig es ist, zuerst mir selbst zu vergeben, bevor ich anderen wirklich vergeben konnte. Das war der Beginn meiner Selbstliebe-Reise, und Stück für Stück begann Gott, die Leere in meinem Herzen zu heilen.
Ich erinnere mich an den Tag, an dem ich mich endlich meinem Mann gegenüber öffnete und von meinen Kämpfen erzählte. Er betete für mich, und ich konnte spüren, wie eine Last von mir genommen wurde. Die Reise endete nicht über Nacht – ich musste in Selbstbeherrschung wachsen und in Zeiten der Versuchung auf Gottes Treue vertrauen. Heilung ist für mich immer noch ein Prozess, aber ich habe gelernt, mir selbst mit Mitgefühl zu begegnen und zu akzeptieren, dass keiner von uns perfekt ist. Die leeren Räume in unseren Herzen sind keine Fehler – es sind Orte, die dafür bestimmt sind, dass Gott sie füllt. Auf meinem Weg fand ich auch Ermutigung durch Living in Truth Ministries’ Bibel Plan Breaking Free and Staying Free. It reminded me that even when progress feels like one step forward and two steps back, every step is still movement in the right direction.
Zu lernen, gnädig mit mir selbst zu sein, hat alles verändert. Gott hat mir aufs Herz gelegt, diese Gruppe zu starten, damit auch du einen sicheren Raum für deine eigene Heilungsreise hast. Mein Gebet ist, dass Er dich mit der Gnade segnet, die du brauchst – für dich selbst und für jeden Schritt nach vorne.
Alles Liebe, Sunet
Gisela
Mein Name ist Gisela, ich bin 60 Jahre alt und in Schwaz geboren. Ich bin Mutter, Oma, Freundin, Krankenschwester und Nachfolgerin Jesu - seit über 40Jahren.
Diesen tollen Schwestern durfte ich mich anschließen, weil mich das Thema Essstörung und der Kampf dagegen, durch ein sehr nahes Familienmitglied leider schon Jahrzehnte begleitet. Nun möchte ich meine Erfahrungen in diesem Bereich für Gutes Nutzen und auch anderen Menschen zur Seite stehen.
Alles Liebe, Gisela
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